Person dehnt den Po mit der Vierer-Dehnung

Po dehnen: Gesäßmuskulatur & Ischias lösen

Den Po zu dehnen unterschätzen die meisten — dabei ist eine verspannte Gesäßmuskulatur eine der häufigsten versteckten Ursachen für Rücken- und Ischiasbeschwerden. Langes Sitzen verkürzt und verhärtet die Po-Muskeln, besonders den tiefliegenden Piriformis, der direkt neben dem Ischiasnerv verläuft. Regelmäßiges Dehnen löst diese Verspannungen, verbessert die Hüftbeweglichkeit und entlastet den unteren Rücken. Hier bekommst du die wirksamsten Po-Dehnungen mit klarer Anleitung — inklusive der besten Übung gegen den eingeklemmten Ischias-Reiz.

Wie dehnt man die Gesäßmuskulatur richtig?

Die Gesäßmuskulatur dehnst du am besten, indem du das Bein im Hüftgelenk anwinkelst und zum Körper ziehst. Die effektivste Übung ist die Vierer-Dehnung (Figure-4): auf dem Rücken das eine Fußgelenk übers andere Knie legen und das untere Bein zur Brust ziehen. Auch die Taubenhaltung aus dem Yoga dehnt den Po tief. Wichtig: langsam und kontrolliert bis zum spürbaren Ziehen im Gesäß gehen, nie in den Schmerz. Jede Position 20–30 Sekunden ruhig halten und tief atmen.

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Den Po entspannter dehnen: Die Taubenhaltung wird viel angenehmer, wenn du die Hüfte unterstützt. Ein Bolster wie das BOLSTair Basic nimmt den Druck raus. ↓ Direkt zur gestützten Po-Dehnung springen

Warum ein verspannter Po Probleme macht

Die Gesäßmuskulatur ist der kräftigste Muskel des Körpers und stabilisiert Becken und Hüfte bei jedem Schritt. Langes Sitzen setzt ihr besonders zu: Der Muskel wird schwach und zugleich verspannt. Kritisch ist der tiefliegende Piriformis — verhärtet er, kann er den direkt darunter verlaufenden Ischiasnerv reizen und einen ausstrahlenden Schmerz vom Gesäß ins Bein auslösen (Piriformis-Syndrom). Ein verspannter Po zieht außerdem am Becken und begünstigt so Beschwerden im unteren Rücken. Gezieltes Dehnen ist eines der wirksamsten Gegenmittel.

Die Vierer-Dehnung (Figure-4)

Die wirksamste und schonendste Po-Dehnung: Leg dich auf den Rücken, stell beide Füße auf und lege das rechte Fußgelenk oberhalb des linken Knies ab (die Beine bilden eine „4"). Greife mit beiden Händen hinter den linken Oberschenkel und ziehe das linke Bein sanft zur Brust. Du spürst die Dehnung tief im rechten Gesäß. 20–30 Sekunden halten, dann die Seite wechseln. Diese Variante im Liegen entlastet den Rücken und ist auch bei Beschwerden gut machbar.

Weitere Po-Dehnungen

  • Taubenhaltung (Pigeon): ein Bein vor dem Körper angewinkelt ablegen, das andere nach hinten strecken und den Oberkörper nach vorn absenken. Eine tiefe Dehnung für Gesäß und Hüfte.
  • Sitzende Drehung: im Sitzen ein Bein über das ausgestreckte andere stellen und den Oberkörper zur Gegenseite drehen — dehnt Po und mobilisiert die Wirbelsäule.
  • Knie zur Gegenschulter: in Rückenlage ein Knie diagonal zur gegenüberliegenden Schulter ziehen — dehnt die äußere Gesäßmuskulatur.

Gestützte Po-Dehnung

Die Taubenhaltung ist wirkungsvoll, aber für viele anfangs unangenehm, weil das Becken schief hängt und die Hüfte stark belastet wird. Eine Stütze unter der Gesäßhälfte des vorderen Beins gleicht das aus: Das Becken bleibt gerade, die Position wird stabil und die Gesäßmuskulatur kann entspannt nachgeben, statt gegen die Schieflage zu arbeiten. So wird aus einer fordernden eine angenehme, tiefe Dehnung, in der du länger verweilen kannst.

Ein aufblasbares BOLSTair Basic eignet sich dafür gut: Über die Luftmenge stellst du die passende Höhe unter der Hüfte ein, sodass das Becken ausgerichtet bleibt. Auch bei der Vierer-Dehnung kannst du es unter Kopf oder Becken legen, um entspannter zu liegen. So dehnst du den Po kontrolliert und ohne Verkrampfen.

Po dehnen gegen Ischias-Beschwerden

Wenn ein Schmerz vom Gesäß ins Bein ausstrahlt, steckt häufig ein gereizter Ischiasnerv dahinter — oft mitverursacht durch einen verspannten Piriformis. Sanfte Po-Dehnungen wie die Vierer-Dehnung können den Druck auf den Nerv verringern und die Beschwerden lindern. Wichtig ist, dabei völlig schmerzfrei zu bleiben: Die Dehnung soll ein angenehmes Ziehen im Gesäß sein, kein Schießen ins Bein. Verstärken sich die Beschwerden oder strahlen sie stark aus, gehört die Ursache ärztlich abgeklärt, bevor du weiter dehnst.

Wann und wie oft den Po dehnen

  • Als Ausgleich zum Sitzen: gerade bei Bürojob täglich, um Verspannungen vorzubeugen.
  • Nach dem Sport: nach Laufen oder Beintraining die beanspruchte Gesäßmuskulatur lösen.
  • Bei Rückenthemen: die Po-Dehnung als festen Bestandteil ins Rückenprogramm aufnehmen.
  • Häufigkeit: täglich oder mindestens vier- bis fünfmal pro Woche, je Seite 20–30 Sekunden.

Häufige Fragen zum Po dehnen

Welche Übung dehnt den Po am besten?

Die Vierer-Dehnung (Figure-4) im Liegen ist besonders wirksam und schonend: ein Fußgelenk übers andere Knie legen und das untere Bein zur Brust ziehen. Für eine tiefere Dehnung eignet sich die Taubenhaltung, idealerweise mit unterstützter Hüfte.

Hilft Po-Dehnen gegen Ischias-Schmerzen?

Oft ja — ist der Ischias durch einen verspannten Piriformis gereizt, können sanfte Po-Dehnungen den Druck auf den Nerv verringern. Die Dehnung muss dabei völlig schmerzfrei bleiben. Bei starken oder ausstrahlenden Beschwerden vorher ärztlich abklären.

Warum ist mein Po ständig verspannt?

Meist durch langes Sitzen, das die Gesäßmuskulatur schwächt und zugleich verhärtet. Auch einseitiger Sport ohne Ausgleich kann den Po verspannen. Regelmäßiges Dehnen und Bewegung wirken dem entgegen.

Was ist das Piriformis-Syndrom?

Ein Reizzustand, bei dem der verspannte tiefliegende Piriformis-Muskel im Gesäß auf den Ischiasnerv drückt und Schmerzen vom Po ins Bein auslöst. Gezielte, sanfte Po-Dehnungen gehören zu den häufig empfohlenen Maßnahmen — bei anhaltenden Beschwerden ärztlich abklären.

Wie oft sollte ich den Po dehnen?

Bei viel Sitzen täglich, sonst mindestens vier- bis fünfmal pro Woche, je Seite 20–30 Sekunden. Regelmäßigkeit ist entscheidend, um die Gesäßmuskulatur dauerhaft geschmeidig zu halten.

Warum ist die Taubenhaltung für mich so unangenehm?

Weil das Becken dabei oft schief hängt und die Hüfte stark belastet wird. Eine Stütze unter der Gesäßhälfte des vorderen Beins richtet das Becken aus und macht die Dehnung deutlich angenehmer und tiefer.

Weiterlesen: Dehnübungen vertiefen

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